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Häufige Fragen Terrorismus

Diese Seite soll einen Überblick über das Phänomen des Terrorismus geben und dient
als kleineEinführung über den Terrorismus.

Die Wiederverwertung dieser Seite ist nicht gestattet. Sie dient nur als Information für
private Zwecke und darf nicht für gewerbliche Zwecke, wie Fortbildungen von Mitarbeitern,
genutzt werden.

Was versteht man unter Terrorismus?

Es ist schwierig eine einzelne Definition für den Begriff “Terrorismus” zu finden. Selbst innerhalb amerikanischer Sicherheits-
behörden gibt es unterschiedliche Definitionen. In einigen Ländern handelt es sich nur dann um Terrorismus, wenn sich
die Gewalttaten gegen Zivilisten richtet. Demnach wäre ein Sprengstoffanschlag auf eine Fahrzeugkolonne der UNO in einem
Krisengebiet kein terroristischer Akt.

Wir von PRAESIDIA DEFENCE sehen vier Punkte für eine Definition von Terrorismus als bedeutsam:

1.  Androhung oder Anwendung von Gewalt.

2.  Mit der Gewalttat ist ein politisches (z.B. ETA), moralisches (z.B. ALF) oder religiöses (z.B. GIA) Ziel verbunden.

3.  Heimtückische Angriffe, ohne die offene Konfrontation zu suchen.

4.  Die Gewalttat ist an eine Personengruppe/Institution gerichtet, die über das eigentliche Anschlagsziel/Opfer hinausgeht.

Was ist der Unterschied zwischen Anarchismus und Terrorismus?

Der Anarchismus gründete nicht auf dem Marxismus-Leninismus, im Gegensatz zu einer Vielzahl von Terrororganisationen.

Ihre Philosophie betont die Möglichkeit menschlicher Freiheit und die Fähigkeit miteinander in Harmonie zu leben,
ohne eine formale Regierung zu benötigen, die die Menschen zum Gehorsam zwingt.

Zudem sind Anarchisten in dem Sinne Internationalisten, dass sie den Nationalismus oder die Zugehörigkeit der
Menschen zu verschiedenen Nationen als Hindernis für eine menschliche Brüderlichkeit ansehen.

Die Anarchisten sehen die größten Hindernisse im Privateigentum, insbesondere wenn er zu Geldgier, Egoismus
und Ausbeutung führt, sowie in den staatlichen Institutionen, die die Armen unterdrücken, die Reichen beschützen
und die Freiheit einschränken.

Terroristen streben kein System ohne Regierung an. Nationalistisch-separatistische Terrorgruppen wollen einen unab-
hängigen Staat errichten, in dem sie ihre kulturelle Eigenständigkeit praktizieren können. Rechtsterroristen wollen eine
Zustand erhalten oder wiederherstellen (Dominanz und Reinheit der weißen Rasse). Religiös-fundamentalistische
Terrorgruppen streben die Schaffung eines Gottesstaates an, in dem die religiösen Gesetze die Verfassung bilden.
Der Linksterrorismus strebt die Errichtung eines Herrschaftssystems an, das auf den Marxismus-Leninismus gründet
Terrororganisationen vertreten radikale Ansichten, die, falls solche Gruppen die Macht übernähmen, i.d.R. die Freiheit
der Menschen eher einschränken würden.

Was ist der Unterschied zwischen Guerilla und Terrorismus?

Das Ziel der Guerilla ist, Gebiete zu erobern und langfristig Gegeninstitutionen und reguläre Streitkräfte zu bilden. Der
Guerillakrieg findet in der Regel in unzugänglichen, ländlichen Gebieten statt. Erst nach Geländegewinnen und der
Bildung größerer Guerilla-Streitkräfte werden Städte angegriffen. Ein klassisches Beispiel ist die Machtübernahme in
Kuba durch Fidel Castro und Ché Guevara, sowie der Vietnamkrieg.

Terroristen der RAF bezeichneten sich als “Stadtguerilla”. Doch dieser Begriff ist falsch. Terroristen wählen solche
Begriffe, da die Guerilla einen weniger negativen Beigeschmack hat und Guerillabewegungen weltweit mehr Unterstützer
haben als der Terrorismus (z.B. Vietkong, Ché Guevara). Terroristen vermeiden nach Möglichkeit den Kampf mit
Regierungstruppen und Sicherheitsbehörden. Ihr Kampf finden in der Regel in Städten statt, zielt aber nicht auf die
Eroberung von Städten.

Sie wollen durch ihre Gewalttaten eine bestimmte Botschaft übermitteln und auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

Welche Arten von Terrorismus gibt es?

Nationalistisch-separatistische Terrorgruppen wollen einen unabhängigen Staat errichten, in dem sie ihre kulturelle
Eigenständigkeit praktizieren können.

Rechtsterroristen wollen eine Zustand erhalten oder wiederherstellen (Dominanz und Reinheit der weißen Rasse).

Fundamentalistische Terrorgruppen streben die Schaffung eines Gottesstaates an, in dem die religiösen Gesetze die
Verfassung bilden.

Der Linksterrorismus strebt die Errichtung eines Herrschaftssystems an, das auf den Marxismus-Leninismus gründet.

Ökoterorismus setzt sich mit gewaltsamen Mitteln für umweltbezogene Themen ein. Dies können militante Tierschützer,
Gegner der Genforschung und Atomkraftgegner sein.

Die Anti-Abtreibungs-Terroristen setzen sich mit gewaltsamen Mitteln für den (an sich berechtigten) Schutz des
ungebohrenen Lebens ein. Meistens sind es Einzeltäter.

Terrororganisationen vertreten radikale Ansichten, die, falls solche Gruppen die Macht übernähmen, i.d.R. die Freiheit
der Menschen eher einschränken würden.

Entwicklungsgeschichte des Terrorismus

Terrorismus und Gewaltanwendung sind keine Erscheinung der Neuzeit. In der Literatur werden häufig der Terror der
Zeloten und der Assassine als Beispiel für die frühe Form des politisch-religiösen Terrorismus angeführt.

Der Terrorismus hat religiöse Wurzeln. Die Zeloten versuchten eine jüdische Revolte gegen die römischen Besatzer
anzuzetteln. Sie ermordeten Juden, die mit den römischen Herrschern kolaborierten und versuchen eine religiöse
Reinigung im Volk von Judäa zu initiieren. Die Zeloten lebten in einer Zeit, in der man glaubte, die Ankunft des
Messias stehe unmittelbar bevor. Sie erhofften sich durch ihren Terror das Eingreifen des Messias.

Auch im Islam gab es eine solche sektiererische Gruppe, die Assassinen. Für ihren Märtyrertod wurde ihnen die
Belohnung im Paradies versprochen. Selbstopferung war Teil ihres Rituals. Ihr Terror richtete sich gegen religiöse
und politische Führer der sunnitischen Mehrheit der Moslems.

Die Zeloten bekämpften sowohl Juden als Nichtjuden. Sie versuchten nach der Tatausführung zu entkommen, während
für die Assassinen ein Fluchtversuch unehrenhaft war.

Aber auch im Christentum gab es Terrorismus. Sektiererische Gruppen mit christlichen Glaubensinhalten operierten aber
nicht im Verborgenen, sondern traten offen auf. Zur Zeit der Kreuzzüge gab es in Europa Hungersnöte und Epidemien.
Aus dem Buch der Offenbarung zogen sie den Schluß, dass das Ende der Menschheit nahe sei. Vor dem zweiten
Kommen Christi müsse aber das Christentum von Korruption und schwerer Sünde gereinigt werden. Als Folge dessen
wurden die Juden, die in ihren Augen das Symbol für höchste Gottlosigkeit waren, terrorisiert. Die Beseitigung des
Judentums wurde als Voraussetzung für die Wiederkunft Christi angesehen.

Später, im 17. Jahrhundert, schwappte der durch messianische Visionen begründete Terrorismus nach Frankreich
über. “Propheten” der Hugenoten (Calvinisten) wollten unter ihrem Glaubensgenossen einen Aufstand gegen die
katholische Monarchie von Ludwid XIV. anzetteln. Protestanten, die neutral bleiben wollten, wurden niedergemetzelt.

Diese religiös-sektiererischen Terrorgruppen glaubten, durch Morde ihre eigene Gottesnähe demonstrieren zu können.

Als Folge der französischen Revolution verlor der Terrorismus seine sakrale Qualität. Der Terror erfolgte nicht mehr im
Namen Gottes, sondern im Namen des Volkes, der Massen oder des Proletariats. Der Volkswille trat nun an die Stelle
Gottes, und die Revolutionäre waren sich sicher, den Volkswillen zu erkennen. Es ist in diesem Zusammenhang
interessant, dass die erste moderne Terrorgruppe “Volkswillen” (People´s Will - Narodnyaya Volya) hieß und in
Rußland operierte.

Eine weitere Auswirkung der französischen Revolution ist die Entstehung revolutionärer Geheimgesellschaften.
Nachdem der Wiener Kongreß nach Napoleons Niederlage (1814) die Macht der alten Königshäuser wiederherstellte,
bildeten sich solche geheimen Gruppen (z.B. Carbonari), die die Prinzipien der französischen Revolution am Leben
halten wollten.

Eine abschließende Folge der französischen Revolution auf den modernen Terrorismus war das Modell, welches es für
die Revolutionäre des späten 19. Jahrhunderts darstellte, die hofften, die Gesellschaft könne analog verändert werden.
Damals glaubte man, eine politische Krise würde zu einem Volksaufstand führen. Das Scheitern einer 2. Revolution
führte dazu, das diejenigen, die alle Wege der Revolution verknüpften, sich dem Mittel des Terrorismus zuwandten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Terrorismus von einer politischen Partei, den Sozialistischen Revolutionären,
angewandt.

Obwohl sich viele Terrorgruppen des 20. Jahrhunderts auf den Marxismus-Leninismus beriefen, wurden Ende des 19.
und Anfang des 20. Jahrhunderts die Theorie und Praxis von Terrorismus durch Anarchisten entwickelt.

Die Anarchisten glaubten, es sei möglich, in einer Gesellschaft in Freiheit zu leben, ohne hierzu formale Regierungen
zu benötigen.

In der zweiten Hälfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Nationalismus ein wichtiger Grund für den Einsatz
von Terrorismus. Das Hauptziel der Gewalt waren Großbritannien, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich.
Das Ziel
der Nationalisten war, durch Terror die Unabhängigkeit zu erlangen.

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen trat der rechtsextreme Terrorismus hervor, der das Ziel hatte, einen Status
Quo zu erhalten bzw. einst bestehende Zustände wiederherzustellen. Der Ku Klux Klan in den USA entstand bereits
einige Jahrzehnte vorher, um frühere Sklaven davon abzuhalten, ihre verfassungsmäßigen Rechte in Anspruch zu
nehmen. In Europa führten zwei Faktoren zum Ausbruch des Rechtsterrorismus: Die Russische Revolution von 1917
und die damit verbundene Entstehung faschistischer Bewegungen in West- und Osteuropa.

Im Nahen und Mittleren Osten trat der nationalistische Terrorismus in den 30er Jahren auf. In Ägypten führte
die Muslimbruderschaft Attentate auf öffentliche Vertreter aus, die den Briten nahezustehen schienen.

Im britischen Mandatsgebiet Palästina führten die revisionistischen zionistischen Gruppen Irgun und Stern
Bande Terroranschläge gegen die Briten aus, nachdem diese die Einwanderung begrenzt hatte. Die Übergriffe durch
Araber verschärften den Konflikt.

Die beiden Jahrzehnte nach Ende des 2. Weltkrieges waren eine Zeit tiefgehender Veränderungen. Der Kolonialismus
von Briten, Franzosen, Holländer und Belgier endete, meistens nach verlustreichen Kämpfen. Die dominante Form
der Gewaltanwendung in der Nachkriegsära erfolgte meist durch ländliche Guerillakriegsführung. China, Vietnam und
Kuba sind Beispiele hierfür.

Hingegen fand der Terrorismus meistens in Ländern mit großer städtischer Bevölkerungsanteilen Anwendung.

Der städtische Terrorismus war meist durch linksextreme Terrorgruppen initiiert, die sich durch den Terror eine
Mobilisierung der Massen und damit eine Veränderung der Gesellschaft und mehr Gerechtigkeit erhofften.
Separatistische Terrorgruppen hatten mit ihrem bewaffneten Kampf in gewiser Weise Erfolg: Der Terror der IRA führte
 in den 90er Jahren zu einer Verhandlungsbereitschaft der Briten. Die PLO errreichte die palästinensische Autonomie in
einigen von Israel besetzten Gebiten, an deren Spitze der ex-Terrorist Arafat steht.

Nach dem Ende des Panarabismus unter dem damaligen ägyptischen Staatspräsidenten Nasser nahm der radikal-
islamische Terrorismus der arabischen Welt zu. Den größten Auftrieb erhielt der islamisch motivierte Terrorismus
nach der Revolution im Iran (1979).

Abschließen kann jedoch festgestellt werden, daß Terrorismus, im Gegensatz zu Guerillakriegsführung, Bürgerkriegen
und Massenprotesten nur eine sekundäre Rolle in Konflikten spielt.

Welches sind gegenwärtig die gefährlichsten Terrorgruppen?

Die baskische Terrorgruppe ETA ist nach dem Ende des Waffenstillstandes zu ihrer früheren Terrorstrategie zurück-
gekehrt. Auch wenn die Unterstützung innerhalb der baskischen Bevölkerung abnimmt, ist die ETA in der Lage,
Attentate gegen geschützte Ziele auszuführen.

Die IRA ist nun in den Friedensprozess eingebunden. Gefahr droht von Abspaltungen wie der Real-IRA.

In Europa ist die Revolutionäre Organisation November 17 die gefährlichste linksextremistische Terrorgruppe. Ihre
Attentate richten sich u.a. gegen griechische, britische, amerikanische und deutsche Bürger und Einrichtungen in
Griechenland.

Der Abzug der israelischen Armee aus dem Südlibanon (2000) haben Terrorgruppen, die gegen Israel kämpfen, neuen
Auftrieb gegeben. In deren Augen hat der Terrorkampf der vom Iran unterstützten Hisbollah (Partei Gottes) zum Erfolg
geführt. Die HAMAS hat einige Terrortaktiken der Hisbollah übernommen, u.a. den Einsatz von am Straßenrand
platzierten Bomben (roadside bomb). Die operativen Fähigkeiten der  Terrorgruppe HAMAS haben durch den Know-how-Transfer zugenommen.

Das Ende des palästinensische-israelischen Friedensprozesses ermöglicht es anti-israelischen Gruppen, in den
besetzten Gebieten nahezu ungehindert zu operiren, da die palästinensische Autonomiebehörde nicht ernsthaft
gegen Terroristen vorgeht und dem Terror weitesgehend freie Hand läßt.

Die separatistische tamilische Terrororganisation LTTE auf Sri Lanka ist gegenwärtig eine der am professionellsten
arbeitenden Terrorgruppen. Die LTTE ist in der Lage, komplexe Terroranschläge gegen geschützte Ziele auszuführen.
Bei der Tatvorbereitung geht sie mit einem hohen Maß an Konspiration vor. Bei der Ermordung von Rajiv Gandhi (1991)
 in Indien setzte sie eine Selbstmordattentäterin ein. Die LTTE ist die einzige separatistische Terrorgruppe, die gegen-
wärtig Selbstmordanschläge ausführt. Attentate der LTTE fordern viele Todesopfer und richten sich auch gegen
wirtschaftliche Zentren.

Osama Bin-Laden ist der gefährlichste islamische Terrorist. Er gilt als Auftraggeber der gegen zwei US-Botschaften
simultan ausgeführten Anschläge im Jahre 1998. Er kündigte eine Kreuzzug gegen Juden und Christen an. Aufgrund
seiner finanziellen Ressourcen, seiner Kampferfahrung in Afghanistan und dem Zugang zu Waffen ist er in der Lage,
verheerende Attentate auszuführen.

Warum sind Demokratien so verwundbar?

Die Geschichte der vergangenen 50 Jahre belegt eindeutig. In totalitären Regimen gibt es weit aus weniger oder keinen
Terrorismus (abgesehen vom Staatsterror), obwohl es aufgrund des tyrannischen Herrschaftssystems genügend
Gründe dafür gäbe. In Spanien erlebte der Terror der ETA erst nach dem Ende der Franco-Diktatur seinen Höhepunkt,
und im damaligen Ostblock gab es so gut wie keine Terroranschläge.

Das freiheitsfördernde System der Demokratie hat relativ offene Landesgrenzen, die Bewegungsfreiheit innerhalb
des Landes ist für die Bürger nicht eingeschränkt, und es ist problematisch, illegale Einwanderungen festzustellen.
Ferner besteht weitgehend freier Zugang zu den staatlichen Einrichtungen und Repräsentanten.

Terroristen nutzen diese Freiheit, um Menschen dieses Landes zu terrorisieren. In Demokratien sind Schutzvorkehrungen
immer durchlässiger, als in Diktaturen. Der Granatwerferangriff auf Downing Street 10 durch die IRA während des Golf-
krieges belegt dies in aller Deutlichkeit. Greift eine Regierung zu immer härteren und polizeistaatähnlichen Antiterrormaß-
nahmen, dann haben die Terroristen eines ihrer Ziele erreicht.

Beeinflusst Terrorismus den Lauf der Geschichte?

Nur in den seltensten Fällen glaubten die Terroristen, direkt an die Macht gelangen zu können. Meistens verfolgten
sie eine Strategie der Provokation. Durch den Akt der Provokation wurde aber in einigen Fällen der Lauf der
Geschichte geändert. Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand war Auslöser für den
1. Weltkrieg. Mit der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Rabin wurde der Friedensprozess im Nahen
Osten für mehrere Jahre unterbrochen. Der gewaltsame Tod des ägyptischen Staatspräsidenten Saddat ließ die
Beziehungen zwischen Israel und Ägypten wieder abkühlen.  Der jahrzehntelange Terror der IRA führte dazu, dass
die britische Regierungen zu verhandlungen über die Rolle Nordirlands bereit war. Doch mehr als auf den Lauf der
Geschichte, hat der Terrorismus Auswirkungen auf das Leben der einzelnen Bürger. Passagierkontrollen an Flug-
häfen haben die Flugpreise verteuert. Es ist nicht zu vermeiden, dass Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung die
Rechte der Bürger beeinträchtigen können. Attentate zerstören Familien, hinterlassen Waisen. Überlebende leiden
jahrelang an den körperlichen und psychischen Folgen.

Welche Möglichkeiten der Terrorismusbekämpfung gibt es?

Im Rahmen des Terrorismusbekämpfung gibt es präventive und repressive Maßnahmen.

Zu den präventiven Maßnahmen gehören:

  • Physische Schutz gefährdeter Objekte und Personen.
  • Öffentlichkeitsarbeit.
  • Geheimdienstliche Informationsbeschaffung / Infiltration von Terrorgruppen.
  • Kein Nachgeben gegenüber terroristischen Forderungen / nicht erpressbar sein.
  • Gut ausgebildete Sicherheitsbehörden und Antiterroreinheiten mit entsprechenden Befugnissen als Abschreckungs-
        faktor.
  • Zu den repressiven Maßnahmen gehören:

  • Klare Strafgesetze.
  • Anwenden der vorhandenen Gesetze.
  • Hoher Fahndungsdruck, um Terroristen in die Defensive zu zwingen.
  • Mit demokratischen Grundsätzen sind die Vergeltungsaktionen israelischer Sicherheitsbehörden nicht vereinbar.
         Daher sollten solche Optionen nicht in Betracht gezogen werden.
  • Wie sieht der Terrorismus der Zukunft aus?

    Der alte, traditionelle Terrorismus wird weiterbestehen. Parallel dazu entsteht ein militanter Fanatismus, der auf reli-
    giösen, ökologischen, sektiererischen oder nationalen Motiven beruht. Während herkömmliche Terrorgruppen oft
    aus hunderten von Mitgliedern bestanden (z.B. die IRA), können die neuen Gruppierungen aus einer Handvoll
    Mitglieder bestehen. Eine kleine Organisation, die von der Außenwelt abgeschottet ist, neigt zu einem größeren
    Fanatismus und ist für rationales Denken unzugänglicher. Dies erschwert die Terrorismusbekämpfung, da die
    Gruppe schwere zu lokalisieren und zu infiltrieren ist.
    Nach Anschlägen werden sich diese Gruppen immer seltener dazu bekennen. Es wird ein anonymer Terrorismus sein.

    Die zunehmende Verbreitung von Massenvernichtungswaffen konventioneller (mit großen Mengen Sprengstoff)
    und unkonventioneller (mit atomaren, biologischen oder chemischen Kampfstoffen) Art, wird zu Anschlägen mit
    einer hohen Anzahl an Opfern führen. Die Giftgasanschläge der japanischen Aum-Sekte in der Tokioer U-Bahn
    haben dies zu einem realistischen Szenario werden lassen.

    Mit der zunehmenden Abhängigkeit der Gesellschaft von Computernetzen steigt die Gefahr von Cyberterrorismus. Mit
    geringem Aufwand können ganze Städte lahmgelegt werden. Die Viren, die über Emails verbreitet werden, sind nur die
    Spitze des Eisberges.

    Copyright  PM und PRAESIDIA DEFENCE.

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